Wiener Börse sehr fest im Frühhandel - ATX gewinnt 1,72 Prozent / Positive europäische Anlegerstimmung - Zahlenvorlagen von EVN, Wienerberger und FACC
--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: Weitere Kursveränderungen von Einzelwerten und Quartalsberichte von EVN, Wienerberger und FACC ---------------------------------------------------------------------
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch im Frühhandel mit sehr fester Tendenz gezeigt. Der heimische Leitindex ATX steigerte sich um 1,72 Prozent auf 4.179,35 Punkte. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen nach oben. Im Fokus steht vor allem die auf Hochtouren laufende Unternehmensberichtssaison.
Am heimischen Aktienmarkt rückten Wienerberger, EVN und FACC mit Zahlenvorlagen in den Fokus. Wienerberger-Papiere legten starke 9,5 Prozent zu. Der Baustoffkonzern hat die Flaute in der Baubranche 2024 deutlich zu spüren bekommen. Der Gewinn nach Steuern brach gegenüber dem Jahr davor um 76 Prozent auf 79,8 Mio. Euro ein. Das Unternehmen habe zudem einen einmaligen Gewinnrückgang aufgrund von Negativeffekten verzeichnet, so der Konzern unter Verweis auf einen Verkauf in Russland und Restrukturierungsmaßnahmen. Die Viertquartalszahlen von Wienerberger wurden von den Analysten der Erste Group als über den Erwartungen eingestuft. Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2025 wurde aber als unter den Prognosen bewertet.
EVN fielen um 1,1 Prozent. Der niederösterreichische Energieversorger hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2024/25 bei leicht rückläufigem Umsatz deutlich weniger Gewinn gemacht. Vor allem wegen rückläufiger Erlöse aus dem Verkauf eigenen erneuerbaren Stroms ging der Umsatz um 1,3 Prozent auf 804,1 Mio. Euro zurück. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 11,4 Prozent auf 166,2 Mio. Euro, das Konzernergebnis um 19,7 Prozent auf 115,5 Mio. Euro.
FACC steigerten sich um 1,4 Prozent. Der oberösterreichische Flugzeugzulieferer hat auch 2024 gut verdient. Laut vorläufigen Zahlen legte der Umsatz um 20 Prozent auf 884,5 Mio. Euro zu und erreichte damit den höchsten Wert seit Unternehmensbestehen. Der operative Gewinn (EBIT) stieg im Jahresabstand von 17,5 Mio. auf 28,3 Mio. Euro.
Unter den Schwergewichten zogen die voestalpine-Papiere um 7,2 Prozent hoch. Im Technologiebereich kletterten die AT&S-Titel um 3,4 Prozent in die Höhe. Erste Group gewannen 1,4 Prozent und Raiffeisen Bank International um 1,5 Prozent.
Kapsch TrafficCom-Titel tendierten prozentuell unverändert bei 7,16 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihre "Buy"-Bewertung für die Aktien Mautbetreibers bestätigt. Das Kursziel liegt weiterhin bei 10,0 Euro.
ste/sto
ISIN AT0000999982