Wiener Börse (Mittag) - ATX plus 1,89%, Wienerberger sehr fest / Wienerberger-Aktie springt nach Zahlenvorlage beachtliche zwölf Prozent hoch - voestalpine ebenfalls sehr stark
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch im Mittagshandel mit deutlichen Zuwächsen gezeigt. Der heimische Leitindex ATX steigerte sich um 1,89 Prozent auf 4.189,02 Punkte. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen klar nach oben. Im Fokus steht vor allem die auf Hochtouren laufende Unternehmensberichtssaison.
Am heimischen Aktienmarkt rückten Wienerberger, EVN und FACC mit Zahlenvorlagen in den Fokus. Vor allem die Wienerberger-Papiere zogen mit einem Kurssprung in Höhe von zwölf Prozent die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. 2024 sei für Wienerberger das "drittbeste Jahr in der Unternehmensgeschichte" gewesen. Die Analysten der Erste Group bewerteten die Viertquartalsergebnisse des weltgrößten Ziegelherstellers als über den eigenen und den Markterwartungen. Auch der Dividendenvorschlag lag weiter über den Prognosen des Instituts.
Die Erste Group hätte eine Kürzung der Gewinnausschüttung erwartet, Wienerberger will jedoch die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr um 5,6 Prozent auf 0,95 Euro je Aktie steigern. Auch der erzielte Free Cashflow wurde als "Highlight" bezeichnet. Der Ausblick auf das Jahr 2025 wurde jedoch als gemischt bewertet. Seit dem Jahresstart liegen die Wienerberger-Papiere bereits beachtliche mehr als 26 Prozent im Plus.
EVN fielen im Mittagshandel um drei Prozent. Der niederösterreichische Energieversorger hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2024/25 bei leicht rückläufigem Umsatz deutlich weniger Gewinn gemacht. Vor allem wegen rückläufiger Erlöse aus dem Verkauf eigenen erneuerbaren Stroms ging der Umsatz um 1,3 Prozent auf 804,1 Mio. Euro zurück. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 11,4 Prozent auf 166,2 Mio. Euro, das Konzernergebnis um 19,7 Prozent auf 115,5 Mio. Euro. Hier stufte die Erste Group den Umsatzausweis als leicht über den Erwartungen ein, während der Nettogewinn etwas enttäuscht hatte.
FACC steigerten sich um 2,4 Prozent. Der oberösterreichische Flugzeugzulieferer hat auch 2024 gut verdient. Laut vorläufigen Zahlen legte der Umsatz um 20 Prozent auf 884,5 Mio. Euro zu und erreichte damit den höchsten Wert seit Unternehmensbestehen. Der operative Gewinn (EBIT) stieg im Jahresabstand von 17,5 Mio. auf 28,3 Mio. Euro.
Unter den Schwergewichten zogen die voestalpine-Papiere um 7,5 Prozent hoch. Im Technologiebereich kletterten die AT&S-Titel um 3,2 Prozent in die Höhe. Erste Group gewannen 1,3 Prozent und Raiffeisen Bank International um zwei Prozent. Im Baubereich steigerten sich die Porr-Titel um 4,8 Prozent.
Kapsch TrafficCom-Titel tendierten prozentuell unverändert bei 7,16 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihre "Buy"-Bewertung für die Aktien des Mautbetreibers bestätigt. Das Kursziel liegt weiterhin bei 10,0 Euro.
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ISIN AT0000999982