Wiener Aktienmarkt vorbörslich etwas höher erwartet / Trotz sehr schwacher US-Vorgaben - Dünne Meldungslage
Der Wiener Aktienmarkt dürfte am Dienstag mit etwas höheren Notierungen in den Handel starten. Eine Indikation auf den heimischen Leitindex ATX zeigte knapp 40 Minuten vor Sitzungsbeginn ein Plus von 0,36 Prozent. Trotz der sehr schwachen US-Vorgaben dürften auch die europäischen Leitbörsen freundlich eröffnen.
Nach der jüngsten Stabilisierung ist es zu Wochenbeginn an den US-Börsen zu einem starken Kursrutsch vor allem bei Technologiewerten gekommen. Angesichts der erratischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und des Kahlschlags am Staatsapparat macht sich in den USA zunehmend Angst vor negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft breit, berichtete ein Marktbeobachter.
Der Datenkalender hat heute Einträge zu bieten, die normalerweise für das Geschehen an den Finanzmärkten keine große Bedeutung haben. Dennoch ist sowohl die NFIB-Umfrage nicht uninteressant als auch der JOLTS (Job Openings and Labour Turnover Survey), hieß es in einem Helaba-Kommentar zu den anstehenden US-Daten. Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich noch sehr dünn.
Am Montag hatte der ATX um 2,12 Prozent schwächer bei 4.199,98 Punkten geschlossen. Die US-Zollpolitik und die Konjunkturentwicklung in den USA verunsichern zur Zeit die Anleger. Das angekündigte "Sondervermögen" in Deutschland - ein 500-Milliarden-Euro-Investitionspaket in die Infrastruktur - hatte die Börsen in der Vorwoche noch beflügelt. Zuletzt gab es allerdings Zweifel, ob die Grünen den Plan von den wohl künftigen Regierungsparteien in Berlin - Union und SPD - mittragen werden.
Unternehmensseitig lagen am heimischen Aktienmarkt kaum Meldungen vor. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Aktien der BAWAG von 106,0 auf 111,0 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner bestätigt. Die Titel der Bank gaben in einem schwachen Branchenumfeld um 6,9 Prozent auf 94,05 Euro nach.
Verluste gab es auch bei den Anteilen der anderen schwergewichteten Banken: Erste Group büßten 3,7 Prozent ein, Raiffeisen Bank International verloren 2,6 Prozent an Wert.
Die größten Kursgewinner im prime market am Montag:
UBM Development +3,78% 19,20 Euro Palfinger +2,76% 26,10 Euro Telekom Austria +2,11% 8,73 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Montag:
Strabag -10,11% 65,80 Euro BAWAG -6,88% 94,05 Euro Post -4,13% 31,30 Euro
ger/szk
ISIN AT0000999982