Aktien Frankfurt Ausblick: Dax bleibt unter Druck - Trump kündigt Autozölle an
FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax drohen mit den von
US-Präsident Donald Trump angekündigten Autozöllen am Donnerstag
weitere deutliche Verluste. Eine Stunde vor Handelsbeginn
signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator
einen Kursrückgang um 1,1 Prozent auf 22.595 Punkte.
Damit würde der deutsche Leitindex weiter unter die für den
kurzfristigen Trend wichtige 21-Tage-Durchschnittslinie rutschen.
Diese hatte ihm in der Konsolidierung vom Rekordhoch bei 23.476
Punkten bis vor kurzem noch Halt geboten. Sein Eurozonen-Pendant
EuroStoxx 50 wird etwas moderater im Minus erwartet.
Aus Übersee kommt kein Rückenwind. In New York war es am Vortag vor
allem an der Tech-Börse Nasdaq deutlich bergab gegangen. Auch der
marktbreite S&P 500 schloss klar im Minus. An den
asiatischen Handelsplätzen standen die Kurse in Japan und mehr noch
in Südkorea unter Druck, wogegen es in China bergauf ging.
Dass US-Präsident Trump zum 3. April die schon früher angedrohten
Auto-Importzölle in Kraft setzen will, sorge am deutschen
Aktienmarkt für Nervosität, heißt es im Tagesausblick der Landesbank
Helaba. Dazu kämen die stockenden Koalitionsgespräche in Berlin.
Die Aktien der Autobauer Volkswagen , BMW
und Mercedes-Benz gerieten vorbörslich
deutlich unter Druck. Sie dürften noch stärker als die europäische
Konkurrenz unter den Zöllen von 25 Prozent leiden. Nach Einschätzung
von Barclays-Analyst Henning Cosman dürften diese vor allem BMW hart
treffen, weshalb er im direkten Vergleich den Premium-Wettbewerber
Mercedes-Benz bevorzugt. Er stufte die BMW-Aktien ab und spricht nun
eine negative Empfehlung aus.
Kursverluste drohen auch dem Chemieriesen BASF .
JPMorgan spricht im Rahmen einer pessimistischen Neubewertung der
Branche ein negatives Votum für die Ludwigshafener aus. Viele
Unternehmen hätten auf einer Konferenz der US-Bank über eine
enttäuschende Nachfrageentwicklung in den USA sowie ein
erwartungsgemäß schwaches Europageschäft bei einer vergleichsweisen
Verbesserung in China berichtet, schrieb Analyst Chetan Udeshi. Er
senkte seine Schätzungen für die meisten Firmen. Bei BASF verweist
er zudem auf die relativ hohe Bewertung.
Ansonsten steht am Donnerstag eine Flut an Geschäftszahlen
überwiegend aus der zweiten und dritten Börsenreihe auf der
Agenda./gl/jha/