Ende der Industrierezession in Österreich nicht absehbar / Lücke zu Euro-Partnerländern klafft weiter auf
Lichtblicke der schwächelnden Austro-Industrie haben sich im März deutlich verdunkelt. Die Schwelle zum Wachstum wurde weiter deutlich unterschritten, obwohl es den dritten Monat in Folge ein kleines Plus gab, so die UniCredit Bank Austria im neuesten Einkaufsmanagerindex. Einzelne Komponenten haben sich demnach unterschiedlich entwickelt. Österreich verliert den Anschluss an Europartner, ein Ende der Rezession ist vorerst nicht absehbar.
Es ist laut Bank Austria von einer andauernden Rezession auszugehen. So beschleunigte sich der Rückgang des Neugeschäfts erneut und sorgte für einen etwas stärkeren Produktionsrückgang im März. Die Wachstumsschwelle von 50 Punkten wurde trotz eines Mini-Plus von 0,2 Punkten auf 46,9 Zähler weit unterboten.
Der Jobabbau verlangsamte sich hingegen den vierten Monat in Folge. Der erneute Kostenanstieg führte zum ersten Mal seit genau zwei Jahren zu einem Anstieg der Abgabepreise. Aber trotz positiver internationaler Vorgaben sank der Index der Produktionserwartungen auf Jahressicht auf 51 Punkte. Damit liegt dieser wichtige Teilindikator auch nur knapp im positiven Bereich.
Österreich verliert Anschluss zu Nachbarn
Mit der Abschwächung des Verbesserungstrends unterschied sich die Entwicklung in Österreich vom Trend in den meisten anderen europäischen Ländern. "Im Euroraum stieg der Einkaufsmanagerindex der verarbeitenden Industrie spürbar auf 48,7 Punkte, getragen unter anderem von einer Verbesserung in Deutschland und in Frankreich auf 48,3 bzw. 48,9 Punkte", so Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl in einer Aussendung. "Damit wurde der österreichische Index vom Wert im Euroraum wie schon in den vergangenen zweieinhalb Jahren übertroffen. Der Abstand verdoppelte sich gegenüber dem Vormonat und erstmals seit einem halben Jahr lag auch der deutsche Wert höher." Das Ende der Rezession in der heimischen Industrie sei noch nicht absehbar, eine Stabilisierung der Industriekonjunktur kündige sich jedoch an.
phs/tpo
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