ROUNDUP 2: US-Autozölle in Kraft - Hersteller erwarten hohe Belastung
(neu: Auswirkungen Stellantis in Mexiko)
WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - In den USA sind die von Präsident Trump angekündigten Autozölle in Kraft getreten. Seit Mitternacht gelten 25 Prozent Aufschlag. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit großen Belastungen für die Branche und steigenden Preisen, zunächst in den USA. Die Folgen der 25 Prozent-Zölle seien derzeit aber noch schwer einzuschätzen.
"Klar ist allerdings schon jetzt, dass diese Entwicklung weltweit negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben wird. Das wird auch Arbeitsplätze betreffen", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Trumps Maßnahmen seien "eine massive Belastung und Herausforderung" für die gesamte Automobilindustrie. "Die Folgen werden auf allen Märkten spürbar sein", sagte Imelda Labbé vom Importeursverband VDIK.
US-Autokäufern droht "Importzuschlag"
Erste Hersteller ziehen bereits Konsequenzen: VW
Als erster Hersteller hat Ferrari in den USA die Preise bereits
erhöht - um bis zu zehn Prozent, wie das Unternehmen im Vorfeld
angekündigt hatte. Die Opel-Mutter Stellantis
Die Hersteller selbst halten sich mit konkreten Aussagen noch
zurück. "Wir bewerten derzeit die Ankündigungen im Detail und bitten
um Verständnis, dass wir uns vorerst nicht tiefergehend äußern
können", so ein BMW
Lager vorsorglich aufgefüllt
Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer geht davon aus, dass die Preise in den US-Autohäusern schnell steigen - aber nicht sofort. "Für die nächsten zwei Monate tut sich da gar nichts, denn die Händler haben große Fahrzeugbestände, die teilweise noch aufgefüllt wurden, um für Zölle gerüstet zu sein", sagt er der Deutschen Presse-Agentur. In drei Monaten müsse man dann sehen, was passiert.
Auch dann rechnet Dudenhöffer aber nicht damit, dass die Preise im gleichen Maß wie die Zölle steigen. Die Hersteller würden das mit Rabatten oder anderen Verkaufsmaßnahmen verhindern, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
US-Produktion deckt Verkäufe nur zum Teil ab
Die USA sind wichtigster Auslandsmarkt für die deutsche Autoindustrie. Laut VDA wurden 2024 fast 450.000 Fahrzeuge aus deutscher Produktion in die USA exportiert. Fast jeder vierte Porsche wurde in den USA verkauft, bei BMW und Mercedes lag der Anteil jeweils bei gut 16 Prozent. Bei Audi waren es 12 Prozent, bei der Marke VW 8 Prozent.
Zwar produzieren Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz
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AXC0261 2025-04-03/18:12
Relevante Links: BMW AG, Mercedes-Benz Group, Volkswagen AG, Ferrari N.V., Stellantis N.V.