ROUNDUP: VW verkauft wieder mehr Autos - E-Modelle gefragt
WOLFSBURG/INGOLSTADT (dpa-AFX) - Volkswagen
Für das restliche Jahr zeigte sich der Konzern zuversichtlich. Auf dem westeuropäischen Heimatmarkt seien in den ersten drei Monaten wieder 29 Prozent mehr Bestellungen eingegangen, der Auftragsbestand liege hier inzwischen wieder bei fast einer Million Fahrzeuge. Und: "In den kommenden Monaten erwarten wir zusätzlichen Rückenwind durch zahlreiche neu eingeführte Modelle", sagte Audi-Vertriebschef Marco Schubert, der auch im Gesamtkonzern für das Ressort zuständig ist.
Kernmarke legt überraschend zu
Im gesamten Vorjahr hatte VW
Die Töchter Skoda und Seat/Cupra legten sogar noch stärker zu,
allerdings bei deutlich kleineren Stückzahlen. Weiter nach unten
ging es dagegen bei den Premium-Töchtern: bei Audi um 3,4 Prozent
auf 383.400 Fahrzeuge, bei Porsche sogar um fast 8 Prozent auf
71.500. Die Lkw-Tochter Traton
E-Autos legen zu
Einen deutlichen Zuwachs verbuchte VW bei den E-Autos, und zwar bei allen Pkw-Marken: Weltweit wurden in den drei Monaten 216.800 reine Stromer ausgeliefert, fast 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Jeder zehnte Neuwagen aus dem Konzern sei damit inzwischen ein reines E-Auto. Vor einem Jahr waren es nur sechs Prozent.
In Europa hat sich Elektro-Absatz gegenüber dem schwachen ersten Quartal 2024 sogar mehr als verdoppelt, auf konzernweit 158.000 E-Autos. Damit sei VW "klarer Elektro-Marktführer in Europa", sagte Konzernchef Oliver Blume der "Bild"-Zeitung. In Deutschland komme sogar fast jeder zweite Stromer aus dem VW-Konzern.
Die starken Zuwächse sind aber auch schwachen Vorjahreszahlen zu
verdanken: Nach dem Wegfall der E-Auto-Förderung in Deutschland
waren die Verkaufszahlen Anfang 2024 eingebrochen. Zudem schwächelt
gerade der US-Elektroautopionier Tesla
Fast die Hälfte der E-Autos entfiel auf die Marke VW, am stärksten zulegen konnten dank neuer Batteriemodelle Porsche und Cupra. Audi verzeichnete mit 30 Prozent Plus das schwächste Elektro-Wachstum im Konzern.
China schwach, USA stark
Sorgenkind im VW-Konzern bleibt China: In den Monaten Januar bis März gingen die Verkaufszahlen auf dem für VW nach wie vor wichtigsten Einzelmarkt weiter nach unten: um gut sieben Prozent auf noch 644.000 Autos. Zuwächse im Rest der Welt konnten das aber mehr als ausgleichen. In Europa ging es um 3,7 Prozent nach oben, in Deutschland um 5,5 Prozent. Nach wie vor verkauft der Konzern aber fast jedes dritte Auto in China.
In den USA zog der Absatz sogar um 6,2 Prozent an. Experten sehen darin Vorzieheffekte wegen der neuen Autozölle von US-Präsident Donald Trump, die seit Anfang April gelten. Viele Händler hätten sich vorher noch einmal mit zollfreien oder deutlich niedriger verzollten Autos eingedeckt. Inzwischen haben VW und Audi ihre Lieferungen in die USA gebremst und halten Neuwagen vorerst in den Häfen zurück.
Für das Gesamtjahr peilt der Konzern bisher nahezu stabile Verkaufszahlen auf dem Niveau von 2024 an, mit Zuwächsen in Europa und Rückgängen in China. Auch Audi will früheren Angaben zufolge im Gesamtjahr wieder mehr Autos verkaufen./fjo/DP/men
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Relevante Links: Mercedes-Benz Group, Volkswagen AG, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Porsche Automobil Holding SE, TRATON SE, Tesla Inc.